• Nachhaltigkeit

Recyclingfähigkeit:

Unter dem Begriff der „Recyclingfähigkeit“ versteht man grundsätzlich die Eigenschaft eines Produktes, die es erlaubt, die verwendeten Materialien nach Ende der Lebensdauer wieder dem Stoffkreislauf zu zuführen und sie so dauerhaft im Umlauf zu behalten.

Sprich aus alt mach neu!

Voraussetzung hierfür ist ein recyclingfähiges Design, welches den Sortieranlagen erlaubt, die Verpackung zu erkennen und entsprechend zu sortieren.

Sortenreine Materialien, werden besser erkannt und müssen nicht der energetischen Verwertung zugeführt werden.

Kunststoffe, wie PP, PE, PET, als „Mono-Material“ sowie auch als „Mono-Verbund“ = mehrere Schichten des gleichen Materials. Es sind jedoch nicht alle Mono-Materialien nachhaltig und gut zu recyceln.

Für die Weiterverwertung bzw. für das Zuführen in den Stoffkreislauf von Papier gilt in Deutschland die 95/5 Regelung, d.h. es dürfen max. 5% Fremdanteile im Papier vorhanden sein.

Der Einsatz von Rezyklaten ist, auch nach dem Verpackungsgesetz, ausdrücklich erwünscht. Hier gilt es lediglich zu unterscheiden, wo das Material herkommt. Ist es aus dem Gelben Sack, also sogenanntes Post Consumer Recyclat (PCR) oder stammt es aus anderen, reineren Quellen aus Post Industrial (PCR). Hieran machen sich technische Verarbeitungsan-forderungen und Wiedereinsatzmengen fest.   

Kompostieren ist eine Art der Entsorgung. Der Nachweis darüber, ob eine Verpackung kompostierbar ist, kann über eine Prüfnorm erfolgen. Da die industriellen Kompostierungsanlagen in Deutschland alle schneller arbeiten, als es die Norm vorgibt, ist die Entsorgung von bioabbaubaren Kunststoffen in der braunen Tonne derzeit nicht erlaubt.  

Achtung: Es besteht ein Unterschied zwischen bio-basierenden und bio-abbaubaren Kunststoffen.)

Dies sind nur einige Beispiele zum Thema „Recycling“. Für weitere Informationen bitten wir Sie, Kontakt mit uns aufzunehmen


ÖKO-Bilanz:

Die Ökobilanz ist ein Verfahren, um umweltrelevante Vorgänge zu erfassen und zu bewerten. Ursprünglich vor allem zur Bewertung von Produkten entwickelt, wird sie heute auch bei Verfahren, Dienstleistungen und Verhaltensweisen angewendet.

Der CO2-Fußabdruck ist das Ergebnis einer Emissionsberechnung bzw. CO2-Bilanz. Er gibt an, welche Menge an Treibhausgasen durch eine Aktivität, einen Prozess oder eine Handlung freigesetzt wird.

Klimaneutral:

Produkte, Handlungen und Prozesse, die keine Treibhausgasemissionen verursachen oder deren Emissionen vollständig kompensiert werden können und somit keine das Klima beeinflussende Wirkung haben, werden vereinfacht als klimaneutral oder treibhausgasneutral bezeichnet.

Kompensation:

Da bei der Herstellung aller Produkte sowie auch der Verpackungen immer CO2 erzeugt wird, besteht die Möglichkeit mittels verschiedener Organisationen diese CO2-Emmissionen durch die finanzielle Unterstützung von Nachhaltigkeitsprojekten in Entwicklungs- und Schwellenländern zu kompensieren. Dann darf das Label CO2– bzw. Klimaneutral“ verwendet werden.


Verpackungsgesetz:

Das deutsche Verpackungsgesetz (VerpackG) setzt unter anderem die europäische Verpackungsrichtlinie 94/62/EG in deutsches Recht um. Es regelt das Inverkehrbringen von Verpackungen sowie die Rücknahme und hochwertige Verwertung von Verpackungsabfällen. Das Gesetz löste 2019 die bestehende Verpackungsverordnung (VerpackV) ab. Es gilt nur in der Bundesrepublik Deutschland.

Teil des Verpackungsgesetzes ist der „Mindeststandard“, der wertvolle Anhaltspunkte für das technische Design liefert, damit eine Verpackung im Sinne des Gesetzes gut recyclingfähig ist.

Weitere Richtlinien, Gesetze und VO, die, neben vielen anderen, in der EU und in D gelten:

  • Richtlinie (EU) 2019/904 zur Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt
  • Plastic Strategy (bis zum 3.7.2021 in nationales Recht zu überführen)
  • Richtlinie 1999/31/EG über Deponierung
  • KennzeichnungsVO
  • Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futttermittelgesetzbuch (LFGB)

Nachwachsende Rohstoffe:

Nachwachsende Rohstoffe sind organische Materialien, die aus land- und forstwirtschaftlicher Produktion stammen und vom Menschen zielgerichtet für weiterführende Anwendungszwecke außerhalb des Nahrungs- und Futterbereiches verwendet werden.

Green PE ((C2H4)n oder auch Bio-Polyethylen, wird aus nachwachsenden Rohstoffen wie Zuckerrüben, Zuckerrohr oder Weizengetreide industriell hergestellt und kann, da es auch chemisch identisch mit seinem fossilen Pendant ist, dieses weitreichend ersetzen.

PLA (Polylactid) (C3H4O2) ist ein nicht natürlich vorkommender Polyester, der über eine mehrstufige Synthese aus Zucker hergestellt wird. Zucker wird zu Milchsäure fermentiert und diese zu PLA polymerisiert. Das Material hat eine hohe Beständigkeit gegen Fett und kann mit den gängigen Techniken zu Folien, Flaschen, Behältern und vielem mehr verarbeitet werden. Abhängig von der genauen Rezeptur ist PLA kompostierbar und zählt zu den biobasierten Kunststoffen.

Produkte aus Biokunststoff sollten – wie die petrochemischen Kunststoffe auch – im Sinne einer nachhaltigen Kaskadennutzung möglichst mehrfach stofflich genutzt (Recycling) und am Ende des Lebenszyklus thermisch verwertet werden, um einen möglichst großen Teil der Herstellungsenergie zurückzugewinnen und fossile Ressourcen bei der Energieerzeugung zu ersetzen. Dies ist beim biologischen Abbau nicht gegeben, da weder ein stofflicher noch ein energetischer Nutzen entsteht.

Papier und Karton sollte bevorzugt aus FSC-zertifizierten Produkten zum Einsatz kommen. FSC ist ein internationales Zertifizierungssystem für nachhaltigere Waldwirtschaft. Dies dient dazu, dass Wälder langfristig erhalten bleiben.

Dies sind nur Beispiele zum Thema „Nachwachsende Rohstoffe“. Für weitere Informationen bitten wir Sie, Kontakt mit uns aufzunehmen.